Die Sachkundeprüfung nach Paragraf 34a GewO ist keine Universität. Sie ist auch kein Rätselheft. Wer die drei Rechtfertigungen durcheinanderwirft, fällt mündlich, selbst wenn das Schriftliche knapp reicht.
Die Zahlen der schriftlichen Prüfung
- 82 Aufgaben, höchstens 120 Punkte, 120 Minuten.
- Bestanden ab 60 Punkten – die Hälfte, nicht 90 Prozent.
- Seit 1. Juli 2025: Mehrfachauswahl mit Teilpunkten. Eine halb richtige Antwort ist nicht mehr null.
- Neun Sachgebiete. Strafrecht und BGB tragen die meisten Punkte.
Wo es schwer wird
Schwer ist nicht das Auswendiglernen von Paragrafnummern. Schwer ist die Zuordnung in einem kurzen Fall: Hund, Dieb, offene Rechnung, Beleidigung ohne Schlag. Wer überall „Notwehr“ sagt, verliert die mündlichen 15 Minuten.
Schriftlich scheitern viele an der Gewichtung. Öffentliches Recht und Waffenrecht sind kürzer. BGB und Strafrecht sind länger. Üben Sie dort mehr, wo die IHK mehr Punkte vergibt:
- Strafrecht: 14 Aufgaben, 22 Punkte
- BGB: 13 Aufgaben, 21 Punkte
- Deeskalation: 19 Aufgaben, 19 Punkte
- UVV: 8 Aufgaben, 13 Punkte
- Öffentliches Recht: 8 Aufgaben, 12 Punkte
- Technik: 7 Aufgaben, 11 Punkte
- Datenschutz: 5 Aufgaben, 8 Punkte
- Gewerbe: 4 Aufgaben, 7 Punkte
- Waffen: 4 Aufgaben, 7 Punkte
Mündlich entscheidet die Sprache
Die Kommission will hören, dass Sie Abstand halten, klar sprechen und die Grenze zur Polizei kennen. Lesen Sie den Ablauf unter mündliche Prüfung 34a und trennen Sie Notwehr, Notstand und Selbsthilfe, bevor Sie die Simulation starten.
Ein realistischer Weg
Zuerst die acht kostenlosen Testfragen. Dann die Sachgebiete mit den meisten Punkten. Dann eine volle Runde unter Prüfungssimulation. Die Prüfung bleibt schwer, wenn Sie raten. Sie wird machbar, wenn die drei Fallen sitzen.